Von Ilsede nach Tennessee
Die 21 jährige Bankkauffrau Mandy Stietzel aus Ilsede nahm ab August 2013 am 30. Parlamentarischen Patenschaftsprogramm teil. Als Juniorbotschafterin konnte sie ein Jahr lang in den USA zunächst an einem College studieren und anschließend in einem Unternehmen arbeiten. Das Programm zielt vor allem auf die interkulturelle und persönliche Entwicklung der Teilnehmer. Über ihre ersten Erlebnisse und Eindrücke berichtete Mandy Stietzel im November:
„Mein Name ist Mandy Stietzel, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Ilsede. Ich habe bei der Volksbank Peine meine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und danach auch dort gearbeitet. Nach meiner Ausbildung habe ich am Wochenende mit der Weiterbildung zum Bank-Fachwirt begonnen. Es war das Wochenende vor einer meiner Fachwirtprüfung als der Nominierungs- umschlag im Briefkasten war.
Seit diesem Tag bin ich stolz Teilnehmerin des 30. Parlamentarischen Patenschafts Programm zu sein. Im April gab es dann eine Schulungswoche in der wir einen detaillierten Einblick in alle wissenswerten Angelegenheiten (wie zum Beispiel Versicherung, Collegeleben) bekommen haben. In der Woche habe ich schon die anderen Teilnehmer kennen gelernt und seit dem konnte es keiner mehr erwarten dass es endlich los ging.
Und der 06.08.2013, der Tag unserer Abreise, kam schneller als gedacht. Vom Frankfurter Flughafen sind 75 aufgeregte Junior-Botschafter Richtung New York aufgebrochen. Die Tage in New York vergingen wie in Flug. Wir erhielten weiter wichtige Informationen, lernten den Rest vom Cultural Vista Team kennen und hatte die Möglichkeit uns zwischendurch die Stadt ein bisschen anzugucken.
Meine Weiterreise zum Platzierungsort (Dyersburg, Tennessee) ging über Rapids City (Illinois) nach Indianapolis. In beiden Stätten habe ich jeweils vier Nächte bei wunderbaren Familien verbracht. Trotzdem habe ich mich dann sehr gefreut als ich endlich in Dyersburg angekommen war und meine Koffer komplett auspacken konnte.
Ich lebe hier bei einer ganz lieben Familie. Meine Gasteltern haben drei Söhne. Die Jungs studieren auswärts und wohnen nicht mehr zu Hause. Dafür wohnt die Freundin des jüngsten Sohns mit uns und so habe ich auch eine Gastschwester.
Hier angekommen ging es dann auch gleich richtig los. Die wichtigsten Sachen zu erst. Die Beantragung der Social Security Number, Klassen für das College auswählen, ein Konto einrichten und die Handykarte kaufen. Und die große Suche nach dem Auto. Ich habe einen kleinen gebrauchten Ford Explorer gefunden. Wobei die meisten ihn nicht klein nennen würden, er aber auf den amerikanischen Straßen auch nicht das größte ist was einem begegnet.
Ich besuche für das erste halbe Jahr das Dyersburg State Community College. Meine Kurse hier sin

Stietzel mit dem Gouverneur von Tennessee, Bill Haslam
d: American History, Accounting, Macroeconomics und ich besuche eine Speech Class. Nach meinem Unterreich arbeite ich im Learning Resource Center am helpdesk. Das LRC ist eine Bücherei, Tutor-Center und Anlaufpunkt für jegliche Fragen von Studenten zugleich. Ich bin auch Mitglied im Media-Club. Im Moment produzieren wir einen Kurzfilm, das Skript wurde von einem Studenten geschrieben. In der zweiten Hälfte meines Austauschjahres werde ich ein Praktikum in der First Citizen National Bank machen.
Ich habe mich schon gut eingelebt und hatte die Möglichkeit über meine Fall-Break eine andere Teilnehmenrin in Chicago zu besuchen. Auch mit dem Country Slang komm ich inzwischen gut klar und fange an die ersten Redewendungen in meine Sprache zu übernehmen.“