Nach Attacke von Berlin: Trauer, Schock und Entsetzen
Ingrid Pahlmann MdB: Besonnen, aber entschlossen handeln
Gifhorn, 20. Dezember 2016 – „Das Entsetzen ist unermesslich, der Schock sitzt tief. Wir haben gestern im Laufe unserer eigenen Büroweihnachtsfeier von der schrecklichen Tat erfahren, unsere Gedanken galten und gelten unmittelbar den Opfern, deren Familien und Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich von Herzen, dass sie sich schnell erholen und bald wieder aus dem Krankenhaus zurückkehren können.
Ich möchte an dieser Stelle ganz ausdrücklich den Einsatzkräften und allen Helfern danken, die sich selbstlos und besonnen um die Betroffenen, die vielen Verletzten und deren Angehörigen gekümmert haben. Es ist ein schönes Zeichen, dass viele Weihnachtsmarktbesucher erste Hilfe geleistet haben, dass die Schausteller des Marktes die Verpflegung der Einsatzkräfte und Opfer übernommen haben.
Ich sträube mich dagegen, politische Schlüsse zu ziehen, bevor alle Informationen hinreichend gesichert sind. Ich vertraue auf die Arbeit unserer Sicherheitskräfte und der Ermittlungsbehörden. Bevor wir nun konkret über Gesetzesverschärfungen nachdenken, sollten wir darauf achten, dass unsere Polizisten und Einsatzkräfte gut ausgestattet sind- personell, finanziell und materiell. Sie sind mit unserem Schutz betraut und leisten einen hervorragenden Job. Unserer Aufgabe ist es, ihnen fortlaufend die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Gleichzeitig müssen auch wir über intelligente bauliche Maßnahmen zum Schutz von Menschenleben nachdenken. Durch sie können die verheerenden Auswirkungen von Anschlägen zumindest reduziert werden.
Abschließend möchte ich an uns alle appellieren: wir dürfen den Terroristen die Führung nicht überlassen, wir dürfen unseren Lebensstil, unsere Werte nicht auf diese Weise verraten. Unsere Freiheit muss von jedem Einzelnen verteidigt werden, jeden Tag aufs Neue. Wir dürfen uns unsere Mitmenschlichkeit und unsere Offenherzigkeit von solch abscheulichen Taten nicht nehmen lassen. Ich danke in diesem Moment ausdrücklich allen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern, die sich jeden Tag um die Integration der Schutzsuchenden bemühen- ihr Engagement wird mehr denn je benötigt.“