Flexible Mobilitätskonzepte für wohnortnahe ärztliche Versorgung
Bild: (v.l.) Dr. Burkhard Budde, Dr. Thorsten Kleinschmidt, Ingrid Pahlmann, Christoph Plett und Hans-Werner Fechner.
Peine, 01. Juli 2016 – „Ärztenachwuchs gewinnen – Niederlassen für die Menschen in Niedersachsen“, so lautet die aktuelle Kampagne der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Niedersachsen, von der Thorsten Kleinschmidt als Vorsitzender der KV Braunschweig und niedergelassener Arzt in Person berichtete. Mit besonderem Fokus auf die Region Peine sprach er über die regionale medizinische Versorgung der Bevölkerung und dass der Maßstab der heutigen Bedarfsplanung nicht mehr zeitgemäß sei. Eine wohnortnahe ärztliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger muss auch in Zukunft weiterhin gesichert werden. Die Zahlen der seit langem angewandten Bedarfsplanung geben die realen Probleme dabei nicht wieder, zum Teil führen sie sogar zur Wahrnehmungsverweigerung, erklärt Kleinschmidt eindringlich.
In versorgungsschwächeren Regionen sollen Zulassungsvorteile bei der Bewerbung sowie Gehaltszuschläge Anreize schaffen, sodass bereits ausgebildete Ärzte sich in diesen niederlassen und den hohen Standard des deutschen Gesundheitssystems erhalten können.
Gerade durch den demographischen Wandel werden flexible Mobilitätskonzepte, sowohl für die Bevölkerung als auch für die praktizierenden Ärzte, immer wichtiger. Das „flexidoc-Konzept“ sei hier eine Initiative, die die Teilzeiteinstellung junger Ärztinnen und Ärzte bei einem Seniorarzt fördert und damit eine bessere Balance zwischen Arbeit und Familie ermöglicht.
Nachdem Herr Dr. Kleinschmidt bereits in Gifhorn über die strukturellen Besonderheiten berichtete, konnte er in diesem Jahr den Peiner Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde, den Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hans-Werner Fechner, CDU-Kreisvorsitzenden Christoph Plett und seinen Stellvertreter Georg Raabe sowie die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ingrid Pahlmann mit den Standpunkten und Initiativen der KV Braunschweig vertraut machen.