Ingrid Pahlmann zu Gast beim Kinderschutzbund in Gifhorn

Austausch mit dem Kinderschutzbund Gifhorn

10. Juni 2020

Mit dem Kinderschutzbund in Gifhorn bin ich schon lange verbunden, nicht nur auf Grund meiner politischen Tätigkeit. Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass der Gifhorner Verein mit Frau Bendack eine neue Jugendberaterin einstellen konnte. Frau Bendack hat bereits am 1. April die Stelle angetreten und die Zeit genutzt, um sich intensiv einzuarbeiten, Kontakte in Gifhorn und Umgebung zu knüpfen und ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Das war auch der Grund meines Besuches an der Gifhorner Flutmulde. Es ist mir besonders wichtig, einen kurzen Draht zu Bürgern und Einrichtungen zu haben, die aufgrund ihrer Tätigkeit wissen, wo der Schuh drückt und wo Hilfe benötigt wird.

Frau Bendack berichtet, dass es gerade für Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit kaum Zufluchtsorte außerhalb der eigenen vier Wände gebe und auch das Angebot der eigenen Einrichtung bis auf ein Minimum heruntergefahren werden musste. Durch die eingeschränkte Erreichbarkeit fehlt vielen Jugendlichen und Kindern der Austausch mit Gleichaltrigen und Vertrauenspersonen, was zu noch nicht absehbaren psychischen Folgen führen kann. Deshalb freue ich mich persönlich mit den Kindern, die bereits wieder am pädagogischen Mittagstisch teilnehmen oder andere Angebote auf dem Freigelände und dem Spielplatz des Kinderschutzbundes Gifhorn wahrnehmen können. Denn langsam, und unter großem hygienischem Aufwand, wird das Angebot wieder hochgefahren.

Zwei wichtige Anliegen hat mir Frau Bendack zum Abschied noch mit auf den Weg gegeben, die während der Corona-Krise ein wichtiger Bestandteil vieler Diskussionen waren und es immer noch sind. Erstens, die fehlende Wertschätzung für die sog. Care-Arbeit. Egal ob Erzieherin, Sozialarbeiter, Kranken- und Altenpfleger, familiäre Unterstützung oder häusliche Pflege. Bürgerinnen und Bürgern, die sich in solchen Berufen engagieren, gebührt nicht nur der allergrößte Respekt, sondern auch eine angemessene Bezahlung. Zweitens, die mangelnde digitale Ausstattung von Schulen und Familien und die damit verbundene Gefahr der Benachteiligung sozial schwacher Familien im Hinblick auf gleiche Bildungschancen. Hier müssen alle, egal ob Bund, Land oder Kommune, gegensteuern. Hierfür werde ich mich weiterhin einsetzen.