Ausstellung „NS- Zwangsarbeit im ländlichen Raum“

Ausstellung „NS- Zwangsarbeit im ländlichen Raum“

19. Februar 2016

Berlin 18. Februar 2016 – Gemeinsam mit den Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft besuchte Ingrid Pahlmann heute die Ausstellung „NS- Zwangsarbeit im ländlichen Raum“. Begleitet wurden die Ausschussmitglieder dabei von der Leiterin des Projektes der aktuellen Ausstellung im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren über 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus ganz Europa im Deutschen Reich als Zwangsarbeiter tätig. Es galt das Wirtschaftsleben zu Kriegszeiten weitestgehend aufrecht zu erhalten. Auch im ländlichen Raum, abseits der Waffenproduktion, wurden viele Menschen zur Arbeit gezwungen: Die Zwangsarbeiter mussten auf den Feldern der Bauern, in Privathaushalten, beim Bäcker oder in größeren Betrieben schuften.

Neben zahlreichen Information, zeigt die eindrückliche Ausstellung auch Ausschnitte von Gesprächen mit Zeitzeugen. Eine Zeugin aus Polen, die in einer Baugesellschaft tätig war, berichtet beispielhaft, „die Arbeit war schwer und auch die Lebensbedingungen waren so hart, dass man sie nicht beschreiben kann… Ich habe Sklavenarbeit geleistet und dabei meine Gesundheit verloren“.

Die Ausstellung wurde durch die Projektgruppe „Zwangsarbeit“ e.V. erarbeitet. Zusätzlich unterstützten Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren bei der Erstellung der Ausstellung.

Das Thema der Ausstellung ist zeitlos und es ist auch heute noch sehr wichtig sich damit auseinander zu setzen.