Ingrid Pahlmann mit PPP-Stipendiatin Lilli Hilscher aus Peine.

1. Bericht von PPP-Stipendiatin Lilli Hilscher

10. März 2015

Ich bin Lilli, 15 Jahre alt, und werde dank des Parlamentarischen Patenschafts-Programms diesen Sommer für 10 Monate als „Juniorbotschafterin“ in die USA gehen.

Letztes Jahr kurz vor den Sommerferien war dieses Austauschjahr noch in weiter Ferne. Durch eine Broschüre des Bundestags bin ich auf das PPP-Stipendium aufmerksam geworden und habe dann von YFU (einer der großen Austauschorganisationen, die für dieses Stipendium mit dem Deutschen Bundestag zusammenarbeiten) die Bewerbungsunterlagen zugeschickt bekommen. Ein gutes halbes Jahr später und nach zahlreichen ausgefüllten Unterlagen, einem Auswahlgespräch und dem Treffen mit Frau Pahlmann bekam ich dann am 7. Februar 2015 die Zusage, dass ich als Repräsentantin Deutschlands für meinen Wahlkreis ab dem Sommer für ein knappes Jahr in einer amerikanischen Familie leben und eine High School besuchen werde. Ich habe mich sehr gefreut, dass dieser Traum wahr geworden ist und ich einen kleinen Teil zur Verständigung zwischen den beiden Ländern beitragen kann. Ich bin sehr gespannt auf dieses Jahr – tausende Kilometer entfernt von zu Hause – und auf die Eindrücke und Erfahrungen, die ich dort sammeln werde.

Um uns nicht einfach so ins „kalte Wasser“ zu werfen, wurde ich mit vielen anderen Austauschschülern vom 22.-28. März auf eine YFU-Vorbereitungstagung in Lauenburg eingeladen. Hier haben viele ehrenamtliche Teamer über ihre eigenen Auslandserfahrungen berichtet und in Kleingruppen mit uns Modelle und Situationen erarbeitet, die in unserem Austauschjahr wichtig sein könnten. Ich habe dort sehr viele nette neue Menschen kennen gelernt und fühle mich nun nach der Tagung deutlich besser vorbereitet als vorher.

Für viele der anderen Teilnehmer war diese die erste und letzte Vorbereitungstagung, aber im Mai fand für mich noch die PPP-Vorbereitungstagung in Berlin statt. Hier standen andere Themen im Mittelpunkt: Vor allem die deutsche und amerikanische Geschichte und die Politik der beiden Länder, um uns so noch besser auf unsere Rolle als „Botschafter“ vorzubereiten. Weil diese Tagungen so unterschiedlich waren, bin ich sehr froh, an beiden teilgenommen zu haben. In zahlreichen Referaten, Exkursionen und Gesprächen konnte ich mich immer besser auf mein Abenteuer vorbereiten und jetzt wird es auch immer greifbarer.

Nun sind es nur noch knapp zwei Monate bis zum Abflug und die Vorfreude steigt – gleichzeitig aber auch der Wunsch nach einer Gastfamilie. Ich habe meine Gastfamilie nämlich leider noch nicht, aber ich weiß, dass es noch vielen anderen Austauschschülern genauso geht wie mir und sich das ja auch jeden Tag ändern kann. Wenn ich dann auch noch bald mein Visum in den Händen halte und irgendwann mit gepacktem Koffern am Flughafen stehe, weiß ich, dass es jetzt wirklich losgeht und meine Reise in ein Jahr mit völlig anderer Kultur, neuen Menschen und lauter Überraschungen beginnt.